25.07.2013: Zurück aus Frankreich

Der erste Familienurlaub. So ein Kombi kann ganz schön klein werden mit drei Haustieren :) Wir waren wieder viel wandern. Die Hunde waren rundum zufrieden und voll ausgelastet. Das Baby war tapfer und wurde zwischen Kraxe, Kinderwagen und den Gepäckträgern hin und her gereicht.

Ansonsten alles beim Alten:
Smilla machte den ganzen Urlaub kein Auge zu, weil in unserem alten Bauernhaus viele Fliegen Abkühlung suchten. Draussen standen zu allem Überfluss auch noch die Bienenstöcke des Hausbesitzers. Diese radikale Auseinandersetzung mit Smillas Ängsten hat leider nicht zur Besserung beigetragen. Ich glaube, sie ist sehr froh, wieder zu Hause zu sein, auch wenn die Hunde hier viel weniger Auslauf bekommen...
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Wie beim letzten Mal im Morvan haben wir auch wieder ein paar Bauern geholfen ihre Charolais-Rinder auf eine andere Weide zu bringen. Die halten aber nichts von Arbeitshunden und schieben die Viecher lieber sanft mit der Stoßstange ihres Autos an. Jaja, die Franzosen. Ist schon ein ganz eigenes Völkchen.

Die Schafe sind schon vor dem Urlaub wieder runter an den Rhein gezogen. War alles nicht so schlimm, wie es zuerst aussah. Jetzt laufen die Vorbereitungen für ein paar Schnupper-Hütlinger. Wir sind halt Profis und laden uns die Leute immer in den heissesten Wochen des Sommers ein ; ) Unsere Schäfchen liegen derweil den ganzen Tag im Schatten und ahnen noch nichts.
Wir werden sehen...


17.06.2013: FKK-Verein sucht Gleichgesinnte...

Die Schafe haben sich mittlerweile gut eingelebt. Man hat den Eindruck es gefällt ihnen hier oben besser als unten am Rhein. Wahrscheinlich weil hier einfach mehr los ist.

Unterdessen war auch unser Schafscherer da. Resultat: Nackige Schafe und zwei Tage Muskelkater für die Menschen. Was machen bloß die Leute mit wirklichen vielen Schafen? Aber das Ergebnis zählt. Sie sehen jetzt wirklich hübsch aus die Damen und wir haben einen Haufen Wolle für Filzpantoffel : )
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Dass die Schafe jetzt hier am Hang wohnen hat noch einen positiven Nebeneffekt. Die Hunde (und die Menschen) haben jetzt eine Menge Arbeit mit dem Umsetzen der Schafe. Patchy macht diese Arbeit sehr gut. Stellt sich genau in mögliche Anziehungspunkte der Schafe, bremst sie vorne und stubst sie nur an, wenn sie sich wirklich nicht weiterbewegen wollen.
Genau, was unsere Schafe brauchen.
Smilla bleibt lieber hinter den Schafen. Wenn man nicht aufpasst kommt sie aber so nah an sie ran, dass sie ins rennen kommen. Sie hat's halt nie anders gelernt...

Die Schafsweiden am Rhein liegen jetzt wieder trocken. Der Großteil der Flächen ist noch immer saftig grün, so dass die Schafe bald wieder umziehen dürfen.
Irgendwie auch schade, weil die Arbeit hier oben wirklich Spass macht.


02.06.2013: Evakuierung

Was ein Sonntag! Hochwasserwarnung für morgen. Also alles eine Etage höher. Schafe weg vom Rhein- hoch auf den Berg. Einladen in den Hänger gestaltete sich schwierig. Haben wir seit Ewigkeiten nicht mehr machen müssen. Ausladen und Einpferchen lief - weil die Hunde nicht mithalfen und Dank einer Tüte mit trockenem Brot :) - sehr gut.

foto foto Wird Zeit die Hunde mal wieder wirklich herdentauglich zu machen. Eine Aufgabe für lange Sommerabende.

Die zwei haben jetzt natürlich den größten Spass daran sich über die überschwemmten Wiesen zu prügeln. Währenddessen hoffen die Menschen, dass die Wiesen möglichst schnell wieder trocken liegen und das Gras dann nicht vollends hinüber ist.


01.06.2013: Auf der Flucht

foto Wir suchen sieben übel riechende, gewaltbereite Wollknäule. Falls Sie Hinweise zum Aufenthaltsort der Bande haben wenden Sie sich vertrauensvoll an uns oder die nächste Tierkörperverwertungsanlage :)

Quatsch. Sie sind schon wieder da. Waren nur mal wieder bei ihren Freunden vom Campingplatz und haben kurz beim Grillfest der Angler vorbeigeschaut, weil es auf dem Weg lag. Kein Grund also, dass die zwei Menschen sich so aufregen...
Oder?


14.05.2013: Krabbelkäferweidewirtschaft

foto Unser Zuwachs ist jetzt schon fast acht Monate alt. Noch immer nicht stubenrein, aber immerhin hat sie jetzt auch ihren Vorwärtsgang gefunden. Grund genug mit unserem Krabbelkäfer eine erste Weidebegehung zu machen.

Laien sollten die Finger von solchen Krabbelkäfern lassen. Verwechslungen mit giftigen Waldpilzen sind nicht ausgeschlossen. Der geneigte Kenner erkennt den Käfer jedoch an seinem ohrenbetäubenden Quietschen :)


01.03.2013: Die Hüten, die Hunde

Letzte Woche beim Hüten mit einem noch etwas ungestümen Border kam es dazu, dass die Schafe auf die andere Seite des Wassergrabens, der unsere Weide trennt, gerieten. Smilla alleine war ziemlich chancenlos, weil sich unsere Schafe auf stur stellten. Alle den Kopf in die Ecke als wollten sie sagen: "Wir sehen den Hund nicht, also gibt es ihn nicht & vor etwas was wir nicht sehen müssen wir keine Angst haben." Gar nicht so blöd.

foto Das alleine stellt Smilla eigentlich noch nicht vor Probleme. Sie ist zähe Schafe gewohnt. Geht WALK ON bis sie quasi mittendrin steht und zeigt auf Kommando auch Griff. Blöd ist nur, dass die Schafe tatsächlich vergessen, dass sie über den Graben drüberspringen können. Was dazu führt, dass sie schon das eine oder andere mal auf dem schmalen Streifen hinter dem Wassergraben übernachtet haben und ihr Heu nur aus der Ferne sahen. Lieber versuchen sie um vor Smilla zu fliehen den 1,50m hohen Wildzaun zu überwinden.

Da kommt Patchy ins Spiel. Kaum war sie abgeleint gings in einer riesigen Flanke, um das gesamte Gelände, um die Schafe von der anderen Seite des Zauns zum überqueren des Grabens zu bewegen. Mit nur einem Hund hätten wir in der Situation eigentlich nur warten können bis der Hunger die Schafe wieder zur Heimkehr bewegt. Es war ein so schöner und irgendwie bewegender Moment sie zusammen bei der erfolgreichen Arbeit zu sehen.
Zwei grundverschiedene Hunde, einer besser als der andere : )


22.01.2013: Kastriert & auskuriert


Nach langem hin und her haben wir uns entschlossen Patchy kastrieren zu lassen. Sie ist während der Hitze einfach nicht so leicht zu handeln wie Smilla. Will ihre eigenen Wege gehen und kümmert sich auch nicht um die Blutspur, die sie hinter sich herzieht. Smilla ist da anders. Sie hört während der Läufigkeit zwar auch nur bedingt, aber wenigstens macht sie sich sauber
: )

Nun sind zehn lange Tage Leinenzwang vorbei. Schon zwei Tage nach der OP war Patchy wieder putzmunter. Es ist alles gut verheilt & der Hund darf sich endlich wieder bewegen. Sie war kurz davor aus Langeweile unser Häuschen auseinander zu bauen...


Auch bei den Schafen gibts Neuigkeiten. Zum einen gab es auch hier eine kleine OP. Die verfluchten Ohrmarken waren bei einem unserer Kleinen so eng gesetzt, das das Gewebe unterhalb der Marke nicht mehr ordentlich durchblutet wurde. Also haben wir die Ohrmarken entfernt. Zurückbleiben ungefähr zwei Zentimeter große Ohrlöcher wie man sie auch im Piercingstudio bekommen kann. Mal was anderes...

Zum zweiten gab es schon wieder ein neues Schäfchen. Wieder ziemlich klein und wunderschön gezeichnet. Unser altes Leitschaf mussten wir in den Ruhestand schicken, weil es einfach zu bockig wurde. Die Geschichte fand ihren Höhepunkt als es unser Sensibelchen Patchy über die Weide hütete. Kein schöner Anblick :) Patchy hat aber kein Trauma davogetragen und hat ihre Schafe jetzt wieder im Griff...

Der menschliche Nachwuchs läuft gut im Alltagsgeschäft mit und macht eine Menge Freude. Noch scheint die Erziehung unserer manchmal beratungsresistenten Hunde die schwierigere Aufgabe zu sein.